Ein Schleier liegt über der Prostitutionsbranche. Schockstarre? Dornröschenschlaf?

Covid19 hat alle Bordelle schließen lassen. Während rundum das Leben langsam wieder erwacht, die Geschäfte, Restaurants, Hotels öffnen und trotz kleiner Kundenzahl ein Überleben möglich erscheinen lässt, bleibt die Politik in Sachen Sexarbeit still. Selbst Frisöre, Kosmetik, Massagen, Tanzen und Kontaktsport – also körpernahe Dienstleistungen und ähnliches - sind wieder erlaubt. Doch die Prostitutionsstätten bleiben zu.

Wir wehren uns und öffnen für einen Tag unsere Türen. Bordelle, ob klein oder groß, diskret oder weithin sichtbar, cool oder kitschig, Fetisch oder kuschelig. Viele sind dabei – deutschlandweit.

Wir laden ein!

Wir wollen deutlich machen: „Wir sind noch da“. Wir öffnen die Häuser für interessierte Bürger, Medienvertreter, kommunale Entscheidungsträger (z. B. Bürgermeister, Stadträte), Beratungsstellen. Wir sind gesprächsbereit und wollen informieren über unsere derzeitige Situation. über Arbeitsbedingungen in einem hygienischen und sicheren Umfeld, über die Umsetzung von Maßnahmen zur Herabsetzung des Covid19-Infektionsrisikos, über die Folgen eines generellen „Prostitutionsverbotes“ (Verlagerung in die Illegalität und in kriminelle Strukturen). Wir stehen an diesem Tag für alle Fragen zur Verfügung.

Alle teilnehmenden Bordelle und weitere Infos sind zu finden unter: redlight-on.de

Quelle: Bundesverband Sexuelle Dienstleistungen e. V. (BSD)